karl Am 18. Januar 1993 geraten fünf Jugendliche im thüringischen Arnstadt mit dem Parkwächter Karl Sidon in Streit. Die der „Babyskin-Szene“ zugehörigen Jugendlichen verprügeln den 45-Jährigen, mit dem sie mehrfach Auseinandersetzungen gehabt hatten. Anschließend schleifen sie ihr regloses Opfer auf die viel befahrene Bahnhofstraße. Mehrere Autos überrollen den Mann. Im Krankenhaus erliegt er seinen Verletzungen. Zwei der Jugendlichen, 15 und 16 Jahre alt, verurteilt das Erfurter Bezirksgericht im August 1993 zu drei Jahren und neun Monaten Haft.

Umbennenungsaktion in Bonn Kessenich
In der Nacht vom 12. auf den 13.7. 2011 wurden in Bonn Kessenich mehrere Straßenbahn-Haltestellen umbenannt. Die Haltestellen, die vorher unscheinbare Namen trugen, machen nun aufmerksam auf Opfer rechter Gewalt. Mit dieser Aktion soll aufmerksam gemacht werden, auf die oft vergessenen Toten, die die menschenfeindliche Ideologie von rechts jedes Jahr fordert. Gerade in Zeiten modernen Gefasels von „Extremismus“ von links und rechts wird immer wieder vergessen, dass rechtes Gedankengut auf Ausgrenzung und Herabsetzung basiert. Dies äußert sich im Äußersten in den über 130 Toten seit 1990.
Die heutige Aktion ist im Andenken aller Opfer rechter Gewalt, auch weltweit.