Am Abend des 31. Juli 2012 versammelten sich ca. 30 Menschen am Springbrunnen im Kurpark Bad Breisig zu einem Gedenken an den an dieser Stelle vor 20 Jahren von Neonazis ermordeten Dieter Klaus Klein.

Zu der Gedenkkundgebung hatte die Antifa Ahrweiler aufgerufen, und es mobilisierten ebenfalls weitere zivilgesellschaftliche Gruppierungen und Bündnisse aus der Region. Durch einen Redebeitrag des Anmelders und der Antifa Ahrweiler, wurden die BesucherInnen über die Hintergründe des Mordes informiert. Im Anschluss wurde eine Schweigeminute abgehalten. Im Verlauf der Kundgebung schlossen sich einige SpaziergängerInnen und PassantInnen spontan an, sodass gegen Ende der Gedenkkundgebung ca. 50 Menschen anwesend waren. Nach der Kundgebung bauten einige junge Menschen eine improvisierte Gedenkstätte auf und legten Kerzen und Blumen nieder.

Die Kundgebung wurde um ca. 21 Uhr offiziell beendet.
Die Polizei war mit 3 uniformierten BeamtInnen, sowie mind. einem zivilen Staatsschutzbeamten vor Ort und hielt sich bemerkenswert zurück.
Eine unschöne Szene zeichnete sich zu Beginn der Kundgebung ab, als ein älterer Herr den Anmelder verbal anging und darauf hin weitere KundgebungsteilnehmerInnen bedrängte, womit er das Gedenken massiv störte. Dank dem besonnenen Verhalten der anwesenden Personen konnte der Störer der Kundgebung verwiesen werden.
Der Anmelder äußerte sich positiv überrascht von Anzahl der anwesenden TeilnehmerInnen und freute sich über die gelungene Gedenkkundgebung.
„Es muss endlich an dieser Stelle an den an den Mord vor 20 Jahren erinnert werden“ äußerte er sich am Rande der Kundgebung.

Denn es stimmt, an der Stelle, an der Dieter Klaus Klein vor 20 Jahren von 2 jugendlichen Neonazis ermordet wurde erinnert keine Gedenktafel oder ähnliches an dieses Verbrechen. Ein Punkt, den die Antifa Ahrweiler in ihrem Redebeitrag massiv anprangerte.
Abschließend lässt sich sagen, dass die Kundgebung für Kleinstadtverhältnisse sehr gut besucht war. Bei den TeilnehmerInnen zeigte sich ein buntes Bild aus verschiedensten zivilgesellschaftlichen Zusammenhängen aus der Region.

Bilder und Quelle: https://linksunten.indymedia.org/de/node/64779