Break the Silence http://breakthesilence.blogsport.de Antirassistische Kampagne aus Bonn! Mon, 19 Aug 2013 21:36:34 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 en 21. To­des­tag von Frank Bö­nisch – Demo Koblenz http://breakthesilence.blogsport.de/2013/08/19/21-todestag-von-frank-boenisch-demo-koblenz/ http://breakthesilence.blogsport.de/2013/08/19/21-todestag-von-frank-boenisch-demo-koblenz/#comments Mon, 19 Aug 2013 21:23:04 +0000 Administrator Allgemein http://breakthesilence.blogsport.de/2013/08/19/21-todestag-von-frank-boenisch-demo-koblenz/
Am Sams­tag, 24. Au­gust 2013 wol­len wir auch die­ses Jahr in Ko­blenz auf die Stras­se gehen – zum drit­ten mal in Folge nach 2011 und 2012.
An­lass ist der der 21. To­des­tag von Frank Bö­nisch, der am 24. Au­gust 1992 zeit­gleich zu den ras­sis­ti­schen Po­gro­men in Ros­tock von einem Neo­na­zi in Ko­blenz er­schos­sen wurde.

Was fin­det am 24. Au­gust 2013 in Ko­blenz statt?

17:00 Haupt­bahn­hof – De­mons­tra­ti­on durch die Stadt, Motto: „Kein
Ver­ges­sen – gegen Ras­sis­mus, Aus­gren­zung und Na­zi-Ge­walt“
19:30 zwi­schen Herz-Je­su-Kir­che und Löhr-Cen­ter – Open Air mit
Re­de­bei­trä­gen und Mu­sik­bei­trä­gen
22:00 An­ti­fa­schis­ti­sche Af­ter­par­ty im Haus Met­ter­nich (am Münz­platz) mit John­ny Mu­tan­te (Rap aus Ko­blenz) und Das Flug (Elek­tro aus Ber­lin)

Veranstalterin: initiativekeinvergessen.blogsport.de

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Antifa heißt…. – ja wat denn? http://breakthesilence.blogsport.de/2013/06/10/antifa-heisst-ja-wat-denn/ http://breakthesilence.blogsport.de/2013/06/10/antifa-heisst-ja-wat-denn/#comments Mon, 10 Jun 2013 18:04:33 +0000 Administrator Allgemein http://breakthesilence.blogsport.de/2013/06/10/antifa-heisst-ja-wat-denn/ Antifa heißt…. – ja wat denn?

Als Ende 2011 heraus kam, dass Nazis als Killerkommando durchs Land ziehen und mindestens 10 Menschen getötet haben, saß der Schock tief. Unsere Reaktion fand getrennt von den Angehörigen der Opfer des NSU statt. Erst die Kampagne Rassismus tötet und ähnliche Ansätze schafften den notwendigen Kontakt zu den Angehörigen.
Warum wussten wir nichts vom NSU und warum haben wir den rassistischen Hintergrund übersehen? Reicht uns da eine Kampagne wie Rassismus tötet?

In einzelnen Städten ist es durch breite Bündnisse wie in Dresden gelungen, Naziaufmärsche zu stoppen und Nazi-Netzwerke zurück zu drängen.
Warum ist es in Dortmund nicht möglich, den jährlich stattfindenden Nazi-Aufmarsch zu verhindern? Und warum funktioniert die Zusammenarbeit vor allem mit den migrantisch geprägten Gruppen so schlecht?

Schröders „Aufstand der Anständigen“ schaffte auch innerhalb der Antifabewegung das trügerische Bild, dass antifaschistischer Kampf von Oben die rechte Gefahr eindämmen würde. Heute wissen wir, dass schon zu dieser Zeit eine rechtsterroristische Struktur bestand, die sich auf die Ideen von Combat 18 und 14 Words bezog.
Haben Verbote von Naziorganisationen und offizielle Lippenbekenntnisse für uns eine Relevanz?

Erschreckend, aber im Rückblick keinesfalls verwunderlich, ist, dass der neonazistische Hintergrund eines der brutalsten Mord/Brandanschläge auf Flüchtlinge 1996 in Lübeck von Staat, Justiz, Polizei, Geheimdienst, Politik und Medien vertuscht wurde. Antirassistische Gruppen versuchten über Jahre hinweg dem etwas entgegenzusetzen.
Wie verschaffen wir uns einen größeren Einfluss auf die öffentliche Meinung?

Dies und mehr soll in der Veranstaltung diskutiert werden.

Geschichte wird gemacht, es geht voran?

Veranstaltung im Rahmen des offenen Antifa Treffen im AZ Mülheim 19.Juni 2013 20h
Referent: Breakthesilence.blogsport.de

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Der Brandanschlag in Solingen 1993 http://breakthesilence.blogsport.de/2013/04/28/der-brandanschlag-in-solingen-1993/ http://breakthesilence.blogsport.de/2013/04/28/der-brandanschlag-in-solingen-1993/#comments Sun, 28 Apr 2013 00:23:07 +0000 Administrator Allgemein http://breakthesilence.blogsport.de/2013/04/28/der-brandanschlag-in-solingen-1993/ Veranstaltung

Am 29.5.1993 wurden fünf Menschen türkischer Herkunft in Solingen durch einen faschistischen Brandanschlag getötet. 20 Jahre nach dem mörderischen Brandanschlag, gilt es vor allem der Opfer zu gedenken. In dem Vortrag soll es aber auch um die politischen Hintergründe der Tat und um die gesellschaftliche Stimmung gehen.

Die Stimmung rund um die faktische Abschaffung des Grundrechts auf Asyl war geprägt durch einen repressiven Umgang mit Flüchtlingen, eine rassistische Sprache seitens der Bundesregierung, eine reißerische Hetze der Medien und eine Verharmlosung rechter Gewalt. Dies und die indirekte und direkte Unterstützung des Verfassungsschutzes gaben den Tätern den Rückhalt für ihre menschenverachtenden Taten.

Die Zeit der brennenden Häuser und rassistischen Hetze zwischen 1989 und 1993 war aber keineswegs eine „bleierne Zeit“, in der sich kein Protest regte, denn die Flüchtlinge und eine stärker werdende Antifa Bewegung wehrte sich gegen Rassismus, Pogrome und faschistische Übergriffe.

Do 9. Mai, Bremen, 20 Uhr
Kulturzentrum Paradox, Bernhardstr. 10-12

Di 14. Mai, Leverkusen, 20 Uhr
Kulturausbesserungswerk (KAW), Kolberger Straße 95A

Mi 15. Mai, Siegen, 20 Uhr
Schellack, Alte Poststraße 26

Di 21. Mai, Bonn, 20 Uhr
Kult41 (Kulturförderverein Nordstadt e.V), Hochstadenring 41

Mi 17.April, Düsseldorf, 20 Uhr
Linkes Zentrum Hinterhof, Corneliusstraße 108

Di 23. April, Mülheim an der Ruhr, 20 Uhr
AZ Mülheim, Auerstr. 51

Mi 24. April, Koblenz, 19 Uhr
Jugendhaus am Moselring (Jam), Moselring 2-4

Zeitzeugen Veranstaltung –
Veranstalterin breakthesilence.blogsport.de gemeinsam mit den örtlichen Veranstalterinnen.
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Veranstaltung: Solingen erinnern http://breakthesilence.blogsport.de/2013/04/21/veranstaltung-solingen-erinnern/ http://breakthesilence.blogsport.de/2013/04/21/veranstaltung-solingen-erinnern/#comments Sun, 21 Apr 2013 11:25:44 +0000 Administrator Allgemein http://breakthesilence.blogsport.de/2013/04/21/veranstaltung-solingen-erinnern/ Wann: 16. Mai, 19:30
Wo: VHS Forum im Rautenstrauch-Joest-Mueum, Cäcilienstr. 29-33, Köln

20 Jahre nach dem tödlichen Brandanschlag im Wohnhaus der Familien Genç in Solingen berichten ZeitzeugInnen über die Tat, die Täter und die geistigen Brandstifter in Politik und Medien. Sie sprechen über die Verzweiflung und Wut unter vielen EinwandererInnen, besonders unter den jungen, über Anteilnahme und Solidarität gegen Rassismus. Solingen erinnern – das ist nach der Aufdeckung der menschenverachtenden Morde des NSU aktueller denn je.
Mit: Mevlüde Genc, Ali Kemal Gün, Metin Gür, Aysim Alpman, Herbert Leuninger, Maria Vitale und Kemal Bozay
Im Rahmenprogramm: Filme und Filmcollagen zum Solingen-Anschlag, O-Ton-Dokumente, Fotos und Livemusik von der Microphone-Mafia

Veranstalter: Arbeitsgruppe „Solingen erinnern“

Den Flyer und Infos gibt es hier.

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Keupstraßenkino: Von Mauerfall bis Nagelbombe http://breakthesilence.blogsport.de/2013/03/24/keupstrassenkino/ http://breakthesilence.blogsport.de/2013/03/24/keupstrassenkino/#comments Sun, 24 Mar 2013 10:58:13 +0000 Administrator Allgemein http://breakthesilence.blogsport.de/2013/03/24/keupstrassenkino/

keußstraßenkino front Keupstraßenkino: Von Mauerfall bis NagelbombeGeschichten aus der Keupstraße & Filme über die Pogrome der frühen 1990er Jahre

In der Keupstraße (Ort des NSU Nagelbombenanschlags von 2004) werden von März bis April verschiedene Filme die sich mit den Pogromen im frisch wiedervereinten Deutschland beschäftigten gezeigt. Vor jedem Film gibt es einen Inputs von Betroffenen und Zeitzeugen.


Das Problem heißt Rassismus

Am 9. Juni 2004 explodierte in der Kölner Keupstraße eine Nagelbombe, die Teil der Mordserie des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) war. Nach dem Anschlag wurde die gesamte Anwohnerschaft kriminalisiert und vom Verfassungsschutz bespitzelt. Die Opfer wurden zu Tätern gemacht, während die wirklichen Täter und ihre Strukturen von den Behörden unbehelligt blieben. Die stigmatisierende These der Ermittlungsbehörden, wonach die Täter zuerst im Umfeld der Keupstraße zu suchen seien, blieb in der Öffentlichkeit weitestgehend unwidersprochen. Rechtsextreme Anschläge und die Verfolgung der Opfer statt der Täter stehen in einem größeren Zusammenhang rassistischen Denkens und Handelns, dem seit dem Mauerfall 1989 über hundert Menschen zum Opfer fielen.

Die Film- und Veranstaltungsreihe „Vom Mauerfall zur Nagelbombe“ setzt die Pogrome der 1990er Jahre in Bezug zu den NSU-Anschlägen und zeigt gemeinsame Erfahrungen und Analysen von Rassismus in Deutschland.
An fünf Abenden werden Betroffene an verschiedenen Orten in der Keupstraße von ihren Erfahrungen berichten. Ihre Geschichten aus der Zeit des Schweigens sollen nun öffentlich gemacht werden. Darauf folgt jeweils ein kurzes Referat von ExpertInnen und Betroffenen der früheren Anschläge, das den anschließenden Film vorstellt. Nach der Veranstaltung gibt es Gelegenheit zu einem ungezwungenen Austausch und Kennenlernen bei Getränken und Essen.

Die VeranstalterInnen kommen von innerhalb und außerhalb der Keupstraße und sind seit Jahren in antirassistischen und politischen Initiativen engagiert.
Wir laden alle Kölner und Kölnerinnen ein, die Isolation der Keupstraße in dieser Stadt und das fortwährende Schweigen über die skandalösen Ermittlungen aufzubrechen und an den Abenden miteinander ins Gespräch zu kommen.


Die Filme

Revision
Do. 28.3. 19:00
Ort: Café/Konditorei Damla, Keupstraße 82

Ende Juni 1992 entdeckt ein Bauer zwei Körper in einem Getreidefeld in Mecklenburg-Vorpommern. Ermittlungen ergeben, dass es sich bei den Toten um rumänische Staatsbürger handelt. Sie wurden bei dem Versuch, die EU-Außengrenze zu überschreiten, von Jägern erschossen. Diese geben an, die Menschen mit Wildschweinen verwechselt zu haben. Vier Jahre später beginnt der Prozess. Das Urteil: Freispruch. Der Regisseur Philip Scheffner ermittelt für seine filmische „Revision“ erneut.

Der an den Ermittlungen beteiligte Rechtsanwalt Wolfgang Heiermann wird einleitend über die Aufdeckungen berichten.


Mölln – Nach de Brand

Do. 4.4. 19:00
Ort: Restaurant Kervansaray, Keupstr. 25

Am 23. November 1992 legten Neonazis in Mölln einen Brand im Haus der türkischstämmigen Familie Arslan, bei dem drei Familienangehörige ums Leben kamen. Die Regisseurin Malou Berlin hat die Familie vier Jahre lang im Prozess der Aufarbeitung von Verlust und rassistischer Gewalt begleitet und ein sehr persönliches und empathisches Porträt der Familie verfilmt.

Ibrahim Arslan, Sohn der Familie, wird in der Keupstraße zu Gast sein und die Dokumentation einleitend kommentieren.
Imran Ayata, Verfasser der Mölln-Rede von 2011, wird ebenfalls anwesend sein.


Das komplette Programm als PDF-Datei.

Weitere Infos bei Facebook

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Terminhinweis: Erstaufführung des Theaterstücks „Lebens(t)räume“ http://breakthesilence.blogsport.de/2013/03/09/erstauffuehrung-des-theaterstuecks-lebenstraeume/ http://breakthesilence.blogsport.de/2013/03/09/erstauffuehrung-des-theaterstuecks-lebenstraeume/#comments Sat, 09 Mar 2013 14:07:52 +0000 Administrator Allgemein http://breakthesilence.blogsport.de/2013/03/09/erstauffuehrung-des-theaterstuecks-lebenstraeume/ Der Verein Ausbildung statt Abschiebung e.V. hat im Rahmen des Projektes „Bühnenwerkstatt für junge Flüchtlinge – Sei Du selbst – “ das Theaterstück, in dem die Zuschauer in die Lebensrealitäten und Träume junger Flüchtlinge entführt werden, erarbeitet. 14 junge Flüchtlinge im Alter von 15 bis 24 Jahren, aus insgesamt 8 Herkunftsländern, haben dieses Tanz-Theaterstück unter Leitung von Frau Minalda da Silva und Frau Carmen Martinez Valdés einstudiert.
Die Erstaufführungen finden statt am:

15. März 2013 ab 19.00 Uhr auf der Bühne des Marienheims, Kaiser-Karl-Ring 10 in Bonn
und am
23. März 2013 ab 20.00 Uhr auf der Bühne der Kulturen, Platenstraße in Köln Weitere Informationen

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Oury Jalloh – Das war Mord! Am 7.1. nach Dessau! http://breakthesilence.blogsport.de/2012/12/23/oury-jalloh-das-war-mord-am-7-1-nach-dessau/ http://breakthesilence.blogsport.de/2012/12/23/oury-jalloh-das-war-mord-am-7-1-nach-dessau/#comments Sun, 23 Dec 2012 14:13:34 +0000 Administrator Allgemein http://breakthesilence.blogsport.de/2012/12/23/oury-jalloh-das-war-mord-am-7-1-nach-dessau/

Am 7.1.2005 ist Oury Jalloh in einer Polizeizelle in Dessau ermordet worden. Wie jedes Jahr wird auch am 7.1.2013 eine Demonstration gegen die rassistische Mörderbande stattfinden. Das Skandalurteil vom 13.12., welches einen vorläufigen Höhepunkt in der jahrelangen Vertuschung des Mordes darstellt, zeigt einmal mehr das Protest bitter nötig ist!
Falls ihr aus NRW nach Dessau fahren wollt meldet euch unter ouryjalloh-nrw@riseup.net, es wird einen solidarisch-finanzierten Bus nach Dessau und zurück geben.

No Justice – No Peace!

Busse nach Dessau hier

Weitere Infos findet ihr auf der Seite der Initiative.

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Debatte um Flüchtlingsheim in Essen-Kupferdreh http://breakthesilence.blogsport.de/2012/12/09/debatte-um-fluechtlingsheim-in-essen-kupferdreh/ http://breakthesilence.blogsport.de/2012/12/09/debatte-um-fluechtlingsheim-in-essen-kupferdreh/#comments Sun, 09 Dec 2012 13:16:01 +0000 Administrator Allgemein http://breakthesilence.blogsport.de/2012/12/09/debatte-um-fluechtlingsheim-in-essen-kupferdreh/ Die Stadt Essen will in einer ehemaligen Schule im Stadtteil Kupferdreh bis zu 80 Flüchtlinge unterbringen. Eine Anwohnerinitiative hatte daraufhin zu einer Lichterkette gegen die neue Flüchtlingsunterkunft aufgerufen. Das WDR-Magazin “Hier und Heute” hat am Dienstag, dem 4. 12., eine Reportage über die Debatte um das Flüchtlingsheim in Essen-Kupferdreh gezeigt, in der auch der antifaschistische Protest gegen die fremdenfeindliche “Mahnwache” thematisiert wird. Mehr zum Thema bei der Antifa Essen.

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Massenabschiebungen von Roma aus MV nach Serbien und Mazedonien stoppen! http://breakthesilence.blogsport.de/2012/11/18/massenabschiebungen-von-roma-aus-mv-nach-serbien-und-mazedonien-stoppen/ http://breakthesilence.blogsport.de/2012/11/18/massenabschiebungen-von-roma-aus-mv-nach-serbien-und-mazedonien-stoppen/#comments Sun, 18 Nov 2012 12:53:49 +0000 Administrator Allgemein http://breakthesilence.blogsport.de/2012/11/18/massenabschiebungen-von-roma-aus-mv-nach-serbien-und-mazedonien-stoppen/ Wir dokumentieren eine gemeinsame Pressemitteilung der Kampagne Stop it! Rassismus bekämpfen – alle Lager abschaffen, der Antirassistische Initiative Rostock; unterstützt außerdem vom Flüchtlingsrat Hamburg und dem Arbeitskreis Roma- und RomaunterstützerInnen Hamburg

Wie Flüchtlinge aus dem Erstaufnahme- und Abschiebelager in Horst bei Boizenburg berichten, sind in den kommenden Tagen Massenabschiebungen von Flüchtlingen nach Serbien und Mazedonien geplant. Betroffen sind vor allem Roma-Familien. Am kommenden Montag soll ein Reisebus direkt aus dem Erstaufnahme- und Abschiebelager in Horst nach Serbien fahren. Weitere Abschiebungen sollen morgen und am Montag per Flugzeug über Hamburg nach Mazedonien verlaufen.

Viele der Betroffenen haben unter großem Druck und Drohungen seitens der Behörden eine Erklärung zur sogenannten „freiwilligen Ausreise“ unterschrieben. Abschiebegefährdet sind aber auch jene, die diese Erklärung nicht unterschrieben haben. So wurde in der Nacht zum 13.11.2012 eine 5 köpfige Roma-Familie nach Mazedonien abgeschoben. Zahlreiche Abschiebungen von Roma nach Kosovo, Serbien und Mazedonien werden derzeit auch in anderen Bundesländern fortgeführt. Heute Morgen startete eine von Frontex koordinierte Sammelabschiebung von Stuttgart ins Kosovo.

„Wir verurteilen dieses Vorgehen aufs Schärfste! Drei Wochen ist es her, dass in Berlin das zentrale Mahnmal für die im Nationalsozialismus verfolgten und ermordeten Sinti und Roma eingeweiht wurde. Hochrangige Politiker_innen wie Bundeskanzlerin Merkel betonten, dass aus der Vergangenheit eine besondere Verantwortung resultiere, Sinti und Roma heute vor Diskriminierung und Verfolgung zu schützen. Angesichts der derzeitigen Abschiebungen und dem Leugnen von antiziganistischer Diskriminierung und Verfolgung in den jeweiligen Herkunftsländern, sind dies nichts weiter als leere Worthülsen! Wir fordern Politiker_innen in Bund und Ländern auf, nicht zuletzt aufgrund der historischen Verantwortung gegenüber Sinti und Roma politisch verantwortungsvoll zu handeln!“ appelliert Kim Ayalan, Pressesprecherin der Kampagne „Stop it! Rassismus bekämpfen – alle Lager abschaffen“.

„Die antiziganistische Hetze, die von Bundesinnenminister Friedrich, Innenminister Schünemann (Niedersachsen) und auch MVs Innenminister und Vorsitzendem der diesjährigen IMK-Konferenz Caffier betrieben wurde, der zufolge Roma als „Wirtschaftsflüchtlinge“, die das Asylrecht missbrauchen würden, dargestellt wurden, findet ihre Konsequenzen in den derzeitigen und geplanten Abschiebungen und zeigt welche Gefahr von solchen rassistischen Diskursen in den Institutionen ausgeht!“, kritisiert Ayalan weiter.

Die Politiker_innen blenden schlichtweg aus, dass Roma in ihren Herkunftsländern wie Serbien, Kosovo und Mazedonien als Folge einer strukturellen antiziganistischen Diskriminierung unter menschenunwürdigen Lebensbedingungen leben müssen. Sie werden ausgegrenzt vom Arbeitsmarkt, vom Bildungssystem und vom gesellschaftlichen Leben. Es sind daher politische Gründe, wegen derer sie nach Deutschland kommen. Ihnen sollte Asyl gewährt werden! Im Mindesten aber muss eine Bleiberechtsregelung geschaffen werden. Wir fordern die politisch Verantwortlichen in MV auf, die bevorstehenden Abschiebungen nach Serbien und Mazedonien zu stoppen!“, fordern Stop it! Kampagne und Antirassistische Initiative Rostock gemeinsam.

Die beiden antirassistischen Initiativen begrüßen hingegen den Vorstoß von Schleswig-Holstein, das als erstes Bundesland den Schutz von Sinti und Roma gestern einstimmig in der Verfassung des Landes festgeschrieben hat, und fordern die anderen Bundesländer auf, sich anzuschließen.

Pressespiegel

Ostsee-Zeitung (dpa) vom 16.11.2012 „Initiativen befürchten Massenabschiebungen von Roma“

Ostsee-Zeitung (dpa) vom 16.11.2012 „Linke gegen Massenabschiebungen von Roma“

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Schlagzeilen in Bild und Express http://breakthesilence.blogsport.de/2012/11/18/erfreuliche-schlagzeilen-in-bild-und-express/ http://breakthesilence.blogsport.de/2012/11/18/erfreuliche-schlagzeilen-in-bild-und-express/#comments Sun, 18 Nov 2012 12:33:33 +0000 Administrator Allgemein http://breakthesilence.blogsport.de/2012/11/18/erfreuliche-schlagzeilen-in-bild-und-express/ ExpressBild Sehr erfreut und erschüttert waren wir über die Schlagzeilen von Bild Zeitung und Express der letzten Woche. Freundlicherweise hat uns die Gruppe mit dem absurden Namen „break the silence supporters“ diese Fotos zugesandt – Vielen Dank.

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