Hoyerswerda 2012 – „Wo wart ihr 91?“

Am Samstag, 22. September 2012 wurde in Hoyerswerda dem Pogrom von 1991 gedacht. Für ein Denkmal an die rassistischen Pogrome und die Entschädigung der Betroffenen demonstrierten 500 Menschen.
In dem Videobeitrag berichten Antifaschist_Innen aus Hoyerswerda was vor 21 Jahren in der Stadt geschah und kritisieren die fehlende Aufarbeitung des Pogrom durch offiziellen Stellen oder die Einwohner_Innen.
Am Rande der Demonstration versuchten Neonazis wiederholt das Gedenken zu stören.

Weiterführende Links:
http://de.indymedia.org/2012/09/335339.shtml
http://www.rassismus-toetet.de
http://pogrom91.tumblr.com

Eine gefährliche Mischung aus Bürgermob, rassistischer Kampagne von CDU/CSU Regierung und einer eindeutig nationalsozialistisch orientierten Abspaltung der FAP (Freiheitliche Deutsche Arbeiterpartei) machten das erste Pogrom in Deutschland nach 1945 möglich.

Frank Hübner und Roman Dannenberg – zwei treibende Kräfte beim Pogrom in Hoyerswerda. Ein Pogrom hatte eine Nazipartei stark gemacht: die Deutsche Alternative. Am 10. Dezember 1992 wurde die DA nach Vereinsrecht verboten. Am Rande einer Veranstaltung der Nazipartei Deutsche Alternative (Mai 1992) erzählen die ehemaligen DDR-Nazis Frank Hübner und Roman Dannenberg über Ihre Inhaftierung in der DDR und ihre Ausweisung in die BRD.

Dokumentation zu Hoyerswerda 1991 vom Buchladen Georgi Dimitroff