Antifa heißt…. – ja wat denn?

Antifa heißt…. – ja wat denn?

Als Ende 2011 heraus kam, dass Nazis als Killerkommando durchs Land ziehen und mindestens 10 Menschen getötet haben, saß der Schock tief. Unsere Reaktion fand getrennt von den Angehörigen der Opfer des NSU statt. Erst die Kampagne Rassismus tötet und ähnliche Ansätze schafften den notwendigen Kontakt zu den Angehörigen.
Warum wussten wir nichts vom NSU und warum haben wir den rassistischen Hintergrund übersehen? Reicht uns da eine Kampagne wie Rassismus tötet?

In einzelnen Städten ist es durch breite Bündnisse wie in Dresden gelungen, Naziaufmärsche zu stoppen und Nazi-Netzwerke zurück zu drängen.
Warum ist es in Dortmund nicht möglich, den jährlich stattfindenden Nazi-Aufmarsch zu verhindern? Und warum funktioniert die Zusammenarbeit vor allem mit den migrantisch geprägten Gruppen so schlecht?

Schröders „Aufstand der Anständigen“ schaffte auch innerhalb der Antifabewegung das trügerische Bild, dass antifaschistischer Kampf von Oben die rechte Gefahr eindämmen würde. Heute wissen wir, dass schon zu dieser Zeit eine rechtsterroristische Struktur bestand, die sich auf die Ideen von Combat 18 und 14 Words bezog.
Haben Verbote von Naziorganisationen und offizielle Lippenbekenntnisse für uns eine Relevanz?

Erschreckend, aber im Rückblick keinesfalls verwunderlich, ist, dass der neonazistische Hintergrund eines der brutalsten Mord/Brandanschläge auf Flüchtlinge 1996 in Lübeck von Staat, Justiz, Polizei, Geheimdienst, Politik und Medien vertuscht wurde. Antirassistische Gruppen versuchten über Jahre hinweg dem etwas entgegenzusetzen.
Wie verschaffen wir uns einen größeren Einfluss auf die öffentliche Meinung?

Dies und mehr soll in der Veranstaltung diskutiert werden.

Geschichte wird gemacht, es geht voran?

Veranstaltung im Rahmen des offenen Antifa Treffen im AZ Mülheim 19.Juni 2013 20h
Referent: Breakthesilence.blogsport.de