21. To­des­tag von Frank Bö­nisch – Demo Koblenz


Am Sams­tag, 24. Au­gust 2013 wol­len wir auch die­ses Jahr in Ko­blenz auf die Stras­se gehen – zum drit­ten mal in Folge nach 2011 und 2012.
An­lass ist der der 21. To­des­tag von Frank Bö­nisch, der am 24. Au­gust 1992 zeit­gleich zu den ras­sis­ti­schen Po­gro­men in Ros­tock von einem Neo­na­zi in Ko­blenz er­schos­sen wurde.

Was fin­det am 24. Au­gust 2013 in Ko­blenz statt?

17:00 Haupt­bahn­hof – De­mons­tra­ti­on durch die Stadt, Motto: „Kein
Ver­ges­sen – gegen Ras­sis­mus, Aus­gren­zung und Na­zi-Ge­walt“
19:30 zwi­schen Herz-Je­su-Kir­che und Löhr-Cen­ter – Open Air mit
Re­de­bei­trä­gen und Mu­sik­bei­trä­gen
22:00 An­ti­fa­schis­ti­sche Af­ter­par­ty im Haus Met­ter­nich (am Münz­platz) mit John­ny Mu­tan­te (Rap aus Ko­blenz) und Das Flug (Elek­tro aus Ber­lin)

Veranstalterin: initiativekeinvergessen.blogsport.de

Antifa heißt…. – ja wat denn?

Antifa heißt…. – ja wat denn?

Als Ende 2011 heraus kam, dass Nazis als Killerkommando durchs Land ziehen und mindestens 10 Menschen getötet haben, saß der Schock tief. Unsere Reaktion fand getrennt von den Angehörigen der Opfer des NSU statt. Erst die Kampagne Rassismus tötet und ähnliche Ansätze schafften den notwendigen Kontakt zu den Angehörigen.
Warum wussten wir nichts vom NSU und warum haben wir den rassistischen Hintergrund übersehen? Reicht uns da eine Kampagne wie Rassismus tötet?

In einzelnen Städten ist es durch breite Bündnisse wie in Dresden gelungen, Naziaufmärsche zu stoppen und Nazi-Netzwerke zurück zu drängen.
Warum ist es in Dortmund nicht möglich, den jährlich stattfindenden Nazi-Aufmarsch zu verhindern? Und warum funktioniert die Zusammenarbeit vor allem mit den migrantisch geprägten Gruppen so schlecht?

Schröders „Aufstand der Anständigen“ schaffte auch innerhalb der Antifabewegung das trügerische Bild, dass antifaschistischer Kampf von Oben die rechte Gefahr eindämmen würde. Heute wissen wir, dass schon zu dieser Zeit eine rechtsterroristische Struktur bestand, die sich auf die Ideen von Combat 18 und 14 Words bezog.
Haben Verbote von Naziorganisationen und offizielle Lippenbekenntnisse für uns eine Relevanz?

Erschreckend, aber im Rückblick keinesfalls verwunderlich, ist, dass der neonazistische Hintergrund eines der brutalsten Mord/Brandanschläge auf Flüchtlinge 1996 in Lübeck von Staat, Justiz, Polizei, Geheimdienst, Politik und Medien vertuscht wurde. Antirassistische Gruppen versuchten über Jahre hinweg dem etwas entgegenzusetzen.
Wie verschaffen wir uns einen größeren Einfluss auf die öffentliche Meinung?

Dies und mehr soll in der Veranstaltung diskutiert werden.

Geschichte wird gemacht, es geht voran?

Veranstaltung im Rahmen des offenen Antifa Treffen im AZ Mülheim 19.Juni 2013 20h
Referent: Breakthesilence.blogsport.de

Der Brandanschlag in Solingen 1993

Veranstaltung

Am 29.5.1993 wurden fünf Menschen türkischer Herkunft in Solingen durch einen faschistischen Brandanschlag getötet. 20 Jahre nach dem mörderischen Brandanschlag, gilt es vor allem der Opfer zu gedenken. In dem Vortrag soll es aber auch um die politischen Hintergründe der Tat und um die gesellschaftliche Stimmung gehen.

Die Stimmung rund um die faktische Abschaffung des Grundrechts auf Asyl war geprägt durch einen repressiven Umgang mit Flüchtlingen, eine rassistische Sprache seitens der Bundesregierung, eine reißerische Hetze der Medien und eine Verharmlosung rechter Gewalt. Dies und die indirekte und direkte Unterstützung des Verfassungsschutzes gaben den Tätern den Rückhalt für ihre menschenverachtenden Taten.

Die Zeit der brennenden Häuser und rassistischen Hetze zwischen 1989 und 1993 war aber keineswegs eine „bleierne Zeit“, in der sich kein Protest regte, denn die Flüchtlinge und eine stärker werdende Antifa Bewegung wehrte sich gegen Rassismus, Pogrome und faschistische Übergriffe.

Do 9. Mai, Bremen, 20 Uhr
Kulturzentrum Paradox, Bernhardstr. 10-12

Di 14. Mai, Leverkusen, 20 Uhr
Kulturausbesserungswerk (KAW), Kolberger Straße 95A

Mi 15. Mai, Siegen, 20 Uhr
Schellack, Alte Poststraße 26

Di 21. Mai, Bonn, 20 Uhr
Kult41 (Kulturförderverein Nordstadt e.V), Hochstadenring 41

Mi 17.April, Düsseldorf, 20 Uhr
Linkes Zentrum Hinterhof, Corneliusstraße 108

Di 23. April, Mülheim an der Ruhr, 20 Uhr
AZ Mülheim, Auerstr. 51

Mi 24. April, Koblenz, 19 Uhr
Jugendhaus am Moselring (Jam), Moselring 2-4

Zeitzeugen Veranstaltung –
Veranstalterin breakthesilence.blogsport.de gemeinsam mit den örtlichen Veranstalterinnen.

Veranstaltung: Solingen erinnern

Wann: 16. Mai, 19:30
Wo: VHS Forum im Rautenstrauch-Joest-Mueum, Cäcilienstr. 29-33, Köln

20 Jahre nach dem tödlichen Brandanschlag im Wohnhaus der Familien Genç in Solingen berichten ZeitzeugInnen über die Tat, die Täter und die geistigen Brandstifter in Politik und Medien. Sie sprechen über die Verzweiflung und Wut unter vielen EinwandererInnen, besonders unter den jungen, über Anteilnahme und Solidarität gegen Rassismus. Solingen erinnern – das ist nach der Aufdeckung der menschenverachtenden Morde des NSU aktueller denn je.
Mit: Mevlüde Genc, Ali Kemal Gün, Metin Gür, Aysim Alpman, Herbert Leuninger, Maria Vitale und Kemal Bozay
Im Rahmenprogramm: Filme und Filmcollagen zum Solingen-Anschlag, O-Ton-Dokumente, Fotos und Livemusik von der Microphone-Mafia

Veranstalter: Arbeitsgruppe „Solingen erinnern“

Den Flyer und Infos gibt es hier.

Keupstraßenkino: Von Mauerfall bis Nagelbombe


keußstraßenkino front Keupstraßenkino: Von Mauerfall bis NagelbombeGeschichten aus der Keupstraße & Filme über die Pogrome der frühen 1990er Jahre

In der Keupstraße (Ort des NSU Nagelbombenanschlags von 2004) werden von März bis April verschiedene Filme die sich mit den Pogromen im frisch wiedervereinten Deutschland beschäftigten gezeigt. Vor jedem Film gibt es einen Inputs von Betroffenen und Zeitzeugen.


Das Problem heißt Rassismus

Am 9. Juni 2004 explodierte in der Kölner Keupstraße eine Nagelbombe, die Teil der Mordserie des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) war. Nach dem Anschlag wurde die gesamte Anwohnerschaft kriminalisiert (mehr…)